Zukunftsvorhersagen sind kein Sci-Fi mehr?

Katastrophen verhindern bevor sie entstehen - ein wiener Start-up versucht den Blick in die digitale Glaskugel. Was bereits Realität ist, zeigen wir hier!

 

Wird der Blick in die Glaskugel für Unternehmen Wirklichkeit?

Wie verheißungsvoll der Gedanke an hellseherische Kräfte auch ist, wir Menschen haben uns eigentlich mit ihrer Unmöglichkeit abgefunden. Doch die digitale Entwicklung der letzten zehn Jahre und das revolutionäre Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz, bzw. des maschinellen Lernens, lässt dem Wunsch einen Platz für neue Hoffnung offen.

 

Die österreichische Firma “Prewave” versucht durch die strukturierte Auswertung und Interpretation von Datensätzen aus Socialmedia-Netzwerken, wie z.B. Twitter, Facebook, Instagram oder auch Newsaggregatoren wie Reddit, Katastrophen bzw. Risikoereignisse vorherzusagen. Sie stellt diese Einschätzungen ihren Kunden als eine Art Versicherung zu Verfügung.

 

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Entstanden ist die wiener Firma ursprünglich aus einem Projekt der “TU Wien”. Sie agiert jedoch mittlerweile als ein vollständig eigenes Unternehmen. Die algorithmus-gestützte KI untersucht die Datensätze auf Häufungen von Posts und Einträgen, z.B. über Staus auf Autobahnen, vermehrten Niederschlag oder Unfälle in Firmen, um anschließend zu beurteilen, ob es sich um einen Einzelfall oder um einen Trend handelt, der anschließend zu einem Risikoereignis führt.

 

Auf die Sprache, in der die Posts und Beiträge verfasst sind, kommt es hierbei nicht an:Das System kann dabei Informationen in unterschiedlichsten Sprachen aufnehmen und lernt dauerhaft dazu”(Wired, 2018). Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften konnte das vielversprechende Unternehmen bereits als Kunden gewinnen.

 

Die Technik - Das Mitteilungsbedürfnis der Menschen als Rohstoff der Unternehmung

Die Realität zeigt, dass eine Vielzahl an Personen ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis besitzen und dies unter anderem auf Social-Media-Plattformen ausleben. “Unruhen in Indonesien, Klagen über Arbeitsbedingungen in China oder Streiks in wichtigen internationalen Häfen. Vieles was in der realen Welt passiert, findet in Online-Netzwerken seinen Niederschlag” (Futurezone, 2018), heißt es dazu auf “Futurezone.at”. Mittels der KI-basierten Prognosen, sollen die Unternehmen sich demnach künftig besser frühzeitig gegen Lieferengpässe oder Reputationsschäden absichern können.

 

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Zudem verspricht “Prewave”, durch die umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten der Daten, Unternehmen bei Investitionsentscheidungen und der Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards zu unterstützen.Seinen Kunden bietet das Start-up ein Nachhaltigkeits-Screening an, bei dem Lieferanten oder Investitionsprojekte auch zehn Jahre rückwirkend auf Umwelt- und Sozialrisiken überprüft werden”(Futurezone, 2018), berichtet “Futurezone.at” diesbezüglich.

 

Und der Datenschutz?

Zum Datenschutz innerhalb des Unternehmens heißt es, dass Kunden nur Informationen zu den gesamten Datensätzen und Analyseergebnissen erhalten, zu einzelnen Quellen erteilt “Prewave” keine Auskunft.

Quelle: newssent.de
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