Reinhard Grindel - Ein Politiker auf sportlichem Erfolgskurs

Sein Name fiel schon öfters in der Diskussion um das Foto des ehemaligen Nationalspielers Özil mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Doch wer ist eigentlich Reinhard Grindel?

 

Warum steht Reinhard Grindel momentan im Fokus?

‘Reinhard Grindel’, derzeit amtierender Vorstandsvorsitzender beim “DFB”, hatte bereits während der WM von ‘Özil’ eine öffentliche Erklärungen, rund um das Bild mit dem türkischen Präsidenten ‘Erdogan’, gefordert. So hätte er gewusst, “dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte” (SZ, 2018), sagte ‘Grindel’ im Interview mit der Fachzeitschrift “Kicker”. Beim “DFB” hatten sie mit verschiedenen Möglichkeiten der Reaktion von ‘Özil’ gerechnet.

 

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Ein Rücktritt seitens ‘Özil’ wurde hierbei, neben einigen anderen Szenarien, ebenfalls in Erwägung gezogen. ‘Grindel’ persönlich hatte jedoch nicht mit einer derart starken Kritik gerechnet, die sich direkt gegen den obersten “DFB”-Manager richtete. ‘Özils’ Position gegenüber dem “DFB” und ‘Grindel’ wurde in seiner offiziellen Erklärung durchaus deutlich. “Ich werde nicht länger der Sündenbock sein für seine Inkompetenz und Unfähigkeit, seinen Job gut zu machen” (SZ, 2018), lässt sich aus ‘Özils’ Statement entnehmen. Es dauerte nicht lange, bis die bereits in der Vergangenheit mehrfach erhobenen Rücktrittsforderungen an ‘Grindel’, durch die Anschuldigungen ‘Özils’ wieder verstärkt, in den Fokus rückten.

 

Die offizielle Erklärung des “DFB” zu ‘Özils’ Rücktritt und der scharfen Kritik, fiel dagegen eher ernüchternd aus. Sie liest sich wie eine Zusammenfassung aus einer Würdigung von ‘Özils’ Verdiensten und einer sehr vorsichtigen Zurückweisung der Rassismus-Vorwürfe, mit denen ‘Özil’ den “DFB” und seinen Vorsitzenden ‘Reinhard Grindel’, bereits im Vorfeld der WM, konfrontierte. Eine klare Botschaft bezüglich des Fehlverhaltens ‘Özils’, die politische Dimension eines Pressefotos mit einem autokratischen Präsidenten zu ignorieren, ist in der Erklärung des “DFB” nicht vorhanden, heißt es laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung.

Reinhard Grindel - Ein Politiker sorgt für Aufsehen in der Fußballwelt

‘Reinhard Grindel’ (56), ist seit dem Frühjahr 2016 Präsident des “DFB” und seit April 2017 zusätzlich in einer hohen Position bei der “FIFA” und der “UEFA”. Ende 2015 wurde er, mehr oder weniger durch einen Zufall, zum neuen DFB-Präsidenten gekürt. Als sich damals die Korruptionsvorwürfe, im Rahmen der WM 2006, gegen den bis dahin im Amt befindlichen ‘Wolfgang Niersbach’ verengten, musste der “DFB” einen neuen Vorsitzenden ernennen.

 

Zu dieser Zeit war ‘Grindel’ bereits lange als Schatzmeister des “DFB” aktiv und stand, mit einer Reihe weiterer Funktionäre, auch im Fadenkreuz der Ermittlungen. Dennoch wurde er als einziger Kandidat vereidigt, da allerlei andere Kandidaten den Posten ablehnten. Bevor ‘Grindel’ ausschließlich für den “DFB” arbeitete, war er im Jahre 2002 für die CDU in den Bundestag eingezogen.

 

Trotz seiner Funktion als Schatzmeister des “DFB”, fungierte er dort als Vizechef des Sportausschusses. Als das Parlament Ende 2014 über ein Gesetz zur Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung abstimmte, gab es nur sieben Enthaltungen, eine davon ging von ‘Reinhard Grindel’ aus, der zu dieser Zeit, innerhalb des “DFB”, unter anderem mit der Rolle des Antikorruptionsbeauftragten betraut war.

Quelle: newssent.de
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